Imkerei Böhm

Honig aus dem Harzvorland
 
 

Die Weihnachtszeit beginnt


Weihnachten nähert sich mit großen Schritten, die Abende werden länger und dunkler. Die Imkerei Böhm bietet wie jedes Jahr zu Weihnachten Kerzen in verschiedenen Formen aus Bienenwachs an.

 Fragen Sie einfach bei uns an der Haustür nach! Und wenn Sie dann schon einmal da sind, können Sie gleich noch den Frischen Sommerhonig aus der Schleuderung 2013 probieren.

 

Weihnachtliche Grüße
Ihre Imkerei Böhm

 

 

 

 

15.11.13 15:27, kommentieren

Varroa Behandlung mit dem Liebig Dispensor

 

 

 

 

15.9.13 12:07, kommentieren

Fluglöcher sichern


Jedes Jahr spätestens nach der Einfütterung im Oktober oder November mit einsetzen der ersten Nachtfröste sollten die Mäusegitter angebracht werden. Diese schützen die Bienenvölker vor unliebsamen Nagern wie Feld- und Spitzmäuse, welche sich sonst in der gewärmten Bienenbeute heimisch füllen würden. Eingenistete Nager sorgen im Winter für starke Unruhen im Volk, zerstören die Waben und verschmutzen die Beute mit Ihrem Kot. Durch die Unruhe kann es dazu führen, dass die Bienen in der Beute abkoten und es somit zum Ausbruch von Krankheiten wie Ruhe kommt. Ein Volk mit starker Ruhr und einem aktiven Nagetier in der Beute hat nur eine sehr geringe Überlebenschance bis zum nächsten Frühjahr.

Flugloch vor Mäusen sichern | Quelle: Peter Freitag / pixelio.de
In der kalten Jahreszeit nisten sich gerne Mäuse in die Beuten ein, diese sind mit einem Gitter vor Eindringlingen zu schützen.Flugloch vor Mäusen sichern | Quelle: Peter Freitag / pixelio.de

Die Überlebenschancen des Bienenvolkes mit einem oder sogar mehreren Mäusen sind ungleich geringer und können auch bei starken Völkern zu einem Totalverlust führen. Während in der Anfangszeit mit wärmeren Temperaturen über den Tag hinweg die Bienen sich häufig noch wehren können und den Nager oftmals abtöten, kann es im fortschreitenden Winter mit stetigen Frosttemperaturen dazu führen, dass die Bienen in der Wintertraube nicht mehr in der Lage sind, sich gegen die Maus zu wehren. Eine getötete Maus kann nicht durch die Bienen aus dem Volk geschafft werden, sondern bedarf immer des Eingreifens des Imkers. Vielmehr wird die Maus mit Propolis eingekittet, um eine Verwesung innerhalb der Beute zu verhindern bzw. zu minimieren. Trotzdem wird es zu einer teilweisen Zersetzung des Fremdkörpers kommen, durch den die Bienenvölker nachhaltig geschädigt werden. Eine Sicherung des Flugloches vor eindringenden Mäusen hat mit einem sogenannten Mäusegitter zu erfolgen, welches eine Maschenweite von circa 8mm – 10mm besitzt. Es ist zu beachten, dass die Nagetiere sehr gelenkig sind, wenn es um das Eindringen in ein reich gefülltes Winterquartier geht. Zudem ist das Mäusegitter vor verrutschen durch Haftzwecken oder geeignete Klemmtechnik zu schützen. Nicht zuletzt sollte das Mäusegitter frühestens nach dem ersten Reinigungsflug im Frühjahr entfernt werden, wenn die Bienen aktiv genug sind sich unmittelbar gegen Eindringlinge zu wehren.

Fluglochsicherung während der Einfütterung

Bereits während der Einfütterung sollte der Imker das Flugloch gegen das Eindringen fremder Bienen und eine aufkommende Räuberei sichern. Hierbei wird das Flugloch auf einen Spalt von 0,5 – 3 cm reduziert, damit die Wächterbienen die Beute optimal beschützen können. Durch das massiv verkleinerte Flugloch wird Räuberei und somit der Verlust bzw. die Schwächung der Völker massiv unterbunden. Insbesondere bei Ablegern, welche nur sehr wenige Wächterbienen besitzen, sollten diese während der gesamten Bienensaison auf einem verkleinerten Flugloch beherbergt werden. Die Fluglocheinengung hat bereits mit Ende der letzten Tracht, also zwischen Ende Juli und Anfang August, zu erfolgen.

15.9.13 11:33, kommentieren

Bioimkerei


Die steigende Nachfrage der Verbraucher nach biologischen Produkten hat ihren Einfluss auch in die Betriebsweisen der Imker getragen. Verschiedene Zertifizierungsmethoden der Institute garantieren den Verbrauchern nach den jeweiligen Bio-Richtlinien erzeugte Endprodukte. Für den Imker bedeutet eine Zertifizierung oftmals eine vollständige Umstellung der Imkerei und eine nicht zu vernachlässigende Mehrbelastung durch Einschränkungen und Auflagen zur Haltung der Bienen, Bekämpfung von Krankheiten, Verarbeitung von Honig und Wachserzeugnissen, sowie der Führung von zusätzlichen Bestand- und Bienenstockverzeichnissen. Der Imker ist bei der Volkpflege und Honigernte zur Dokumentation der Änderungen und Maßnahmen, sowie der entnommenen Honigwaben und Honigmenge verpflichtet.

Bioimkerei | Quelle: Petra Bork / pixelio.de
Nicht nur Gemüse, Obst und Fleisch können nach Bio-Richtlinien produziert werden, sondern auch für Biohonig bestehen Richtlinien.Bioimkerei | Quelle: Petra Bork / pixelio.de

Der größte Einschnitt bei Imker der traditionellen Betriebsweise ist die ausschließliche Beschränkung auf die Materialien Vollholz, Stroh und Lehm zur Bereitstellung einer adäquaten Bienenbeute. Bei den meisten Zertifizierungen ist der Betrieb in Kunststoffbeuten, welche wesentlich leichter und handlicher sind, nicht erlaubt. Die Behandlung der Bienen darf ausschließlich mit Kräutertees, Schwefel, Ameisensäure, Essigsäure, Hitze und Kälte erfolgen, zudem ist für die Reinigung der Bienenbeuten auch bei Befall mit stark resistenten Krankheiten nur Wasser und Wasserdampf, das Abflammen mit einem Brenner, sowie der Einsatz von Natronlauge und Soda gestattet. Diese Maßnahmen sollen sich an den natürlichen Bedürfnissen der Bienen orientieren, auf die sich der Bioimker einzustellen hat.

Zertifizierung zur Bioimkerei

Als Mindeststandard gelten die Vorschriften über die ökologische und biologische Produktion der Europäischen Union, oftmals werden diese durch die eigenen Richtlinien der zertifizierenden Institute stark verschärft. Im ersten Jahr der Anmeldung zur Bioimkerei bei einer zugelassenen Kontrollstelle wird die Imkerei einer umfassenden Prüfung unterzogen, aber in der Regel noch nicht zur Bioimkerei ernannt. Erst nach einer Folgekontrolle im darauffolgenden Jahr und der Einhaltung aller notwendigen Richtlinien darf der Betrieb offiziell die Titelbezeichnung BIO Imker tragen. Die regelmäßigen Kontrollen durch eine Kontrollstelle des Kontrollbereichs A für den Bereich Erzeugung ist wie bei nahezu jeder anderen Zertifizierung mit einmaligen und jährlich wiederkehrenden Kosten verbunden. Diese richten sich zumeist nach der Größe des Betriebes und sind abhängig von der jeweiligen Kontrollstelle.

Für die Erneuerung des Bienenstandes kann die Imkerei jährlich 1/10 des Bienenbestandes durch nicht den ökologischen Kriterien entsprechende Weiseln und Schwärme austauschen, sofern diese in der Bioimkerei auf den Richtlinien entsprechende Beute und Waben gehalten werden. Neben der ökologischen Betriebsweise ist auch die Wahl eines geeigneten Standortes des Bienenstandes Bestandteil zur Zertifizierung. Die Bienen sollen in einer gering belasteten Umgebung und somit Fern ab von Autobahnen und Industrie gehalten werden. Weiterhin ist in einem definierten Umkreis um den Bienenstand die Trachtsituation im Wesentlichen auf ökologische Agrarkulturen zu bevorzugen. Insbesondere diese Gegebenheit ist durch den geringen Einfluss des Imkers nur schwer bis gar nicht durchführbar und kontrollierbar. Wird der Einzugskreis der verschiedenen Bienenweiden in einem Flugradius von 3 Kilometern betrachtet, ist eine flächendeckende, aktive Überwachung durch den Imker aus ökonomischer Sicht nicht machbar.

Ökologische Erzeugung bedingt angepasste Prozesse

In der ökologischen Imkerei fließen auch sekundäre Produktionsfaktoren in der Verwertung, Verarbeitung und Wiederaufbereitung von Wachs und für Honigherstellung notwendige Wachserzeugnisse mit ein. Anforderung an den Imker ist die Verwendung von unbelastetem und reinem Bienenwachs zur eigenen Herstellung oder der Verwertung zur Herstellung von Mittelwänden. Der Betrieb darf nur reine Mittelwände ohne medikamentöse Belastung des Wachses durch Varroa-Behandlungsmittel verwenden. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich der Aufbau eines eigenen Wachskreislaufes, in welchem das gewonnene Wachs in eigener Herstellung wieder zu Mittelwänden verarbeitet wird. Zur Gewinnung von ausreichenden Mengen Wachs aus den eigenen nach ökologischer Betriebsweise gehaltenen Bienen und zur Reduzierung der Milbe innerhalb der Trachtsaison können Drohnenwaben ins Volk gegeben werden, die bei vollständiger Verdeckelung, aber noch vor dem Schlüpfen aus dem Volk entnommen und eingeschmolzen.

Auch in der Zucht neuer Königinnen und weiteren Verarbeitung der begatteten Königinnen ergeben sich Veränderungen in der Betriebsweise. Während in der konventionellen Imkerei den Königinnen einseitig der Flügel gestutzt wird, ist eine Beschneidung in der ökologischen Imkerei nicht zulässig.

15.9.13 11:28, kommentieren