Imkerei Böhm

Honig aus dem Harzvorland
 
 

Umgezogen!!!!

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19.12.13 22:08, kommentieren

Der Winter

Wenn Sie nicht nur Honig genießen möchten, sondern auch mehr über die Lebensweise der Biene, über die Bienenhaltung und ihre aktuellen Herausforderungen erfahren möchten und gleichzeitig überaus spannend unterhalten werden wollen, dann schauen Sie sich „More than honey“ des Schweizer Filmemachers Markus Imhoof an. Ich war jedenfalls begeistert.
 Die Bilder über die Bienen sind spektakulär und wunderschön, und die Thematik wird lebendig und authentisch rüber gebracht. Sicherlich, die Probleme erscheinen zum Teil doch etwas dramatisiert und die Zukunft der Biene einseitig düster. Doch wenn man es genauer betrachtet, wird hier der Zustand der weltweiten Imkerei einfach so beschrieben wie er ist, ohne etwas hinzuzufügen oder zu übertreiben. Die Themen Varroamilbe, Seuchen, Bienenimporte, Agrochemie und die Betrachtung der Biene als Bestäubungsmaschine werden an verschiedenen, überaus repräsentativen Beispielen realistisch, sehr bewegend und für jeden verständlich dokumentiert.

Und die Imker bleiben hierbei Menschen und nicht irgendwelche Bösewichte. Sei es der amerikanische Beekeeper, der seine tausenden von Völker durch die halbe USA zu den mit Pestiziden verseuchten Mandelplantagen transportiert. Ihm ist klar, dass sich sein Vater, Gründer dieser Imkerei, im Grabe umdrehen würde, wenn er von dieser industriellen Bienenhaltung erfahren würde. Oder dem greisen Imker in den Schweizer Alpen. Er bemüht sich, seine dunklen Bienen möglichst reinrassig zu bewahren - jede Königin mit fremden Merkmalen wird zerquetscht. Trotzallem muss er hilflos erleben, dass auch seine Schützlinge von Seuchen wie der Sackbrut befallen werden. Diese und andere Begegnungen mit verschiedenen  Bienenzüchtern aus aller Welt und ein spannendes Portrait der Honigbiene mit seinen außergewöhnlichen Bildern machen diesen Film zu einem empfehlenswerten Seherlebnis.

 

Wer noch keine Idee hat, was er zum Weihnachtsfest köcheln möchte, kann ja mal das hier versuchen:

Pollo fino in Weißweinsoße mit Garnelen

800g Pollo fino (ausgebeinte Hähnchenschlägel)
1 große Zwiebel, feingehackt
4 Zehen Knoblauch, gepreßt
500g Karotten, in feinen Streifen geschnitten
1 kleine Stange Lauch, in Rauten geschnitten
1 EL Tomatenmark
ca. 50ml Calvados
ca. 150ml trockener Weißwein
150ml Sahne
Salz, Pfeffer, gekörnte Gemüsebrühe
400g Garnelen
Olivenöl zum Anbraten

Das Fleisch in Olivenöl goldgelb anraten, Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Lauch hinzufügen, für kurze Zeit mit braten.
Das Tomatenmark hinzufügen, etwas unterrühren. Calvados angießen und flambieren (vorsichtig mit Streichholz anzünden, Haare weg, Dampfabzug ausschalten).
Nach ein oder Zwei Minuten Flambieren, den Wein zugeben, etwas einkochen und etwa zwei Finger hoch Wasser aufgießen. Salzen und pfeffern, etwas gekörnte Gemüsebrühe.
Etwa 40 Minuten schmoren lassen, zwischendurch etwas Wasser nachgießen.
Währenddessen die Garnelen in Olivenöl anbraten.
Nach der Garzeit die Sahne zugeben, kurz einkochen, die Garnelen etwas unterheben und servieren. Als Beilage bieten sich kleine gebratene Kartoffel mit Petersilie und ein gemischter Salat an. Dazu natürlich ein gutes Glas trockenen Weißwein.
Statt der Garnelen können auch Maroni verwendet werden. Die Hähnchenschlegel können natürlich auch mit Knochen verwendet werden, vorher halbieren.

19.12.13 21:10, kommentieren

Die Varroamilbe

Die Varroamilbe hat die Bienenhaltung sehr verändert, das ist nicht von der Hand zu weisen. Seit ihrem erstmaligen Auftreten in Europa Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in Europa und der (fast) weltweiten Verbreitung durch Bienenexporte hat es intensive Anstrengungen gegeben, um diesem Schädling beizukommen.

In Südostasien, dem ursprünglichen Verbreitungsgebiet der Varroamilbe, kommt die Östliche Honigbiene sehr gut mit diesem Blutsauger zurecht. Unsere Honigbiene ist dieser Plage ohne Behandlung durch den Imker schutzlos ausgeliefert. Doch soll dies nicht so bleiben. Denn die Wissenschaft und verschiedene Züchterverbände suchen und züchten mit Eifer Eigenschaften der Honigbiene, die dessen Wehrhaftigkeit gegen die Varroa stärken - ein viel versprechender Weg, der letztlich die Frage nach der idealen Behandlungsmethode lösen würde. All die verschiedenen Methoden und Mittelchen zur Bekämpfung dieser Milbe bräuchte es dann nicht mehr. Damit würden die ganzen aufwendigen Therapiemaßnahmen wegfallen und für Biene und Imker viel Erleichterung bringen.

Schauen wir uns die verschiedenen Methoden ein wenig an:

 

Zu nennen wären da einmal die Segnungen hiesiger Pharmaunternehmen. Diese haben dazu geführt, dass Wachs und Honig mit nicht hinnehmbaren, hartnäckigen Rückständen wie Flumedrin und Coumaphos kontaminiert wurden. Und nebenbei hat die Milbe mit der Zeit auch gelernt mit diesen Substanzen zurecht zukommen.

Die organischen Säuren, die auch in der Bio-Imkerei und inzwischen auch von den meisten Imkern in Deutschland eingesetzt werden, sind da sicher vorzuziehen. Die Schwierigkeiten mit der Resistenzbildung und den Rückständen bestehen hier nicht. Die Vorsicht, die die Handhabung der Säuren verlangt, ist ja noch hinnehmbar, der Stress für die Bienen aber auf Dauer nicht. Jeder Imker kann bestätigen, dass die Bienen nicht immer entzückt auf die Säure-Duschen und -Dämpfe reagieren. Von Seiten verschiedener Wissenschaftler besteht sogar die Vermutung, die Abwehrkräfte unsere Bienen könnten auf Dauer durch die Säuren geschwächt werden.

Die sanftere Mittel mit ätherischen Ölen als Inhaltsstoffen (Thymol, Campher, Eukalyptus) sind im Vergleich zu den organischen Säuren in ihrer Wirkung nicht so effizient und können sich bei unsachgemäßer Anwendung geschmacklich im Honig bemerkbar machen .

Die sogenannten „biotechnischen“ Methoden, die ergänzend zu den chemischen Behandlungen durchgeführt werden, haben auch nicht gerade zur Erleichterung der Bienenhaltung geführt. Der Umstand, dass sich die Varroa sich in der Bienenbrut vermehrt und den größten Schaden verursacht, begründet Empfehlungen wie das Ausschneiden von Drohnenbrut (hier halten sich die Milben wegen der längeren Entwicklungszeit besonders gerne auf). Eine wirksame Methode ist auch das Entfernen der kompletten Brut in verschiedenen Varianten (z.B. Kunstschwarmbildung oder „Teilen und Behandeln&ldquo. Die Wirkung ist frappierend, das Milbenvorkommen im Volk reduziert sich drastisch, der Aufwand an investierter Zeit und Energie ist aber auch nicht zu unterschätzen.

Daneben gibt es noch viele Methoden, welche dem Imker vordergründig vielleicht plausibel erscheinen, aber bisher keinen Wirknachweis erbringen können, wie z.B. die Veränderung der Form der Waben, der Beute oder die Größe der Brutzellen. Teilweise erwachsen hier dann auch Blüten, die doch eher dem Bereich der Esoterik zuzuordnen sind. So werden dann zum Beispiel die Völker abhängig von Erdenergien in einer bestimmten Formen aufgestellt (Siebenstern).

Zusammenfassend lässt sich auch jeden Fall sagen, dass das Imkern vor dem Aufkommen der Varroa deutlich weniger aufwendig war. Damit werden wir uns sicher erst mal abfinden müssen, denn bis unsere Biene endlich lernt, sich diese Biester vom Buckel zu putzen und die Beine und Fühler abzubeißen wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen.

Dieses Saison war für unsere, wie auch für viele andere Imkereien, ein ausgesprochenen schlechtes Honigjahr, dies konnte ich ja in den beiden vorherigen Blogs bereits beschreiben. Der Winter war zu lang, das Frühjahr zu feucht und der Sommer zu trocken. Und die erhoffte Waldhonigernte ist aufgrund des Melezitose-Auftretens leider auch ins Wasser gefallen. Trotz allem stehen unsere Völker doch recht gut da, nach der Behandlung mit Ameisensäure und dem Einfüttern mit Bio-Zucker sind sie für den Winter gewappnet.

19.12.13 21:03, kommentieren

Oxalsäurebehandlung

Die Behandlung mit Oxalsäure dient als Winterbehandlung. Sie wird bei

Außentemperaturen von mehr als 5 °C im Dezember durchgeführt. Zuvor
sollte aber eine dreiwöchige Frostperiode voraus gegangen sein, denn
dasVolk muss brutfrei sein! Die Behandlung mit Oxalsäure darf
maximla einmal
angewendet werden, dar sonst große Verlust auftreten können.
 
Durchführung:
1.Man nehme 500g normalen Zucker, 500ml handwarmes Wasser.
Beides zusammen kippen und umrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.

2.Nun aus der Zuckerwasserlösung 500ml abmessen. (Der Rest
wird nicht mehr benötigt.)

3.In die 500ml Zuckerwasserlösung wird nun 17,5g Oxalsäurepulver
eingegeben. Nun die Lösung umrühren, bis sich alles aufgelöst
hat. ( Dabei Handschuhe und Schutzbrille tragen.)
  • Nun die noch warme Lösung mit einer Spritze oder einem andern Hilfsmittel aufziehen.
  • Jetzt die warme Lösung gleichmäßig über die Warbengassen träufeln.
  • Gassen in denen wenig Bienen sind werden nicht so stark beträufelt wie Gassen mit vielen Bienen.
 
Dosierung:
50ml Oxalsäurelösung für starke Völker
40ml Oxalsäurelösung für mittelstarke Völker
30ml Oxalsäurelösung für schwache Völker

Die angemischte Lösung reicht für 10 starke Völker

3.12.13 19:40, kommentieren